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„VOM ABFALL ZUM SONNENSTROM“ – eine österreichische Innovation
Wer denkt schon im Haushalt bei der Entsorgung von Kunststoffverpackungen in den gelben Säcken (Tonnen) an die Stromversorgung mit Sonnenstrom?
Einem österreichischen Unternehmen in Kukmirn (Burgenland) ist nun diese unglaubliche Innovation gelungen.
Ca. 4.000 Tonnen Kunststoffabfall werden im Südburgenland jährlich verarbeitet. Dabei werden die sortierten Kunststoffabfälle aufbereitet und in einem
Extrusionsverfahren zu Dachziegeln wiederverwertet. Durch dieses Recycling können Altkunststoffe einer hochwertigen, stofflichen Verwertung zugeführt werden. Die Umwelt wird durch Wegfall der thermischen Verwertung dadurch erheblich entlastet.
Der Vorteil der „Recyclingziegel“ liegt auf der Hand:
- Extrem leichtes Gewicht hilft bei der Dachsanierung von alten Dachflächen – keine Verstärkung der bestehenden Dachstuhlkonstruktionen
- Praktisch unverwüstlich – bricht auch bei extremen Belastungen nicht
- Rasche Montage – durch große Ziegeleinheiten wesentlich geringere Arbeitszeit notwendig
- Perfekte Optik – auch für Fachleute ist der Unterschied zu andere Ziegelbaustoffen nicht zu erkennen
- Geringere Vermosung – die glatte Oberfläche hilft, die natürliche Vermoosung des Daches zu erschweren
- UV beständig, umweltfreundlich und wieder verwertbar
- Keine schädlichen Abriebe
Der letzte große Wurf gelang den Technikern des Unternehmens aber in der Entwicklung des
Solardachziegels. Die variable Produktion des Kunststoffes erlaubt die Integration eines Photovoltaikmoduls in den Dachziegel. Somit entsteht eine absolut dichte, dachintegrierte Form der Solarfläche – die vermutlich schönste Form der Dachintegration. Mit den Solardachziegeln kann sogar die optische Gestaltung des Daches kreativ verwirklicht werden (z.B.: Pferdekopf bei Reitställen, Monogramme im Dach, etc.). Die steckbare Verbindungstechnik ermöglichen dem Dachdecker kurze Montagzeiten und somit dem Kunden günstige Preise.
Der Zeitpunkt passt genau. Durch die Einführung des Ökostromgesetzes (einheitlich erhöhter Einspeisetarif für Solarstrom in Österreich) steht die Photovoltaik vor einer expansiven Entwicklung, ähnlich wie in Deutschland in den letzten Jahren. Solarstrom ist sicherlich die umweltfreundlichste Form der weltweiten Stromerzeugung. Der Konsument kann den Strom ohne Leitungsverluste dezentral für sich herstellen. Die Abhängigkeit von zentralen Stromerzeugern und fossilen Energieketten entfällt.
Der Vertrieb soll über eine Kooperation mit den Solarteuren (Solarinstallateure) europaweit aufgebaut werden. Dachdecker, Zimmerer, Spengler, Elektriker, Installateure werden zu einem Spezialisten – dem Solarteur – unter anderem in der
SOLARSCHULE Güssing ausgebildet und werden so zum ausgewählten Vertriebspartner mit Gebietsschutz.
Autoren:
Prof. DI Rudolf Jauschowetz
Ing. Werner Rauscher
Für Rückfragen:
solarteur@aon.at
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