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Ungarisch-österreichische Biogaskonferenz in Güssing

 

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Bild1:
Ungarische Delegation vom Handelsministerium, mit Vertreter der österr. Außenhandelsdelegation Budapest, Werner Rauscher
Bild 2:Gruppe vor der Gasanlage Exkursion Strem
Bild 3: Biogasanlage : Fermenter und Gasmotor in der Mitte
Bild 4: Redakteur VARGA  aus Budapest mit Prof. Jauschowetz vor dem Anlagenschema

 

Eszter Horváth, S.Z.P. Nov.2005

In der energieautarken Stadt Güssing, konnten wir am 7.11.2005 etwa dreißig Gäste willkommen heißen. Zu der internationalen Konferenz waren ungarische Fachleute, führende Beamte des Ung. Wirtschaftsministeriums, der Vizepräsident der ung. Wirtschafts- und Industriekammer, österreichische und ungarische Firmen und die Fachpresse eingeladen. Sie sind alle gekommen.

Nach der Begrüßung von Herrn Ing. Reinhard Koch, dem Direktor des eee - Zentrums für erneuerbare Energien, Güssing und von Herrn Prof. Dipl.-Ing. (TU) Rudolf Jauschowetz, dem Leiter des Solarzentrums Pinkafeld S.Z.P. wurden die Gäste einzeln vorgestellt. In der Diskussion hat sich schnell herausgestellt, welche Hindernisse für die Entwicklung der erneuerbaren Energien im Bezug auf Biomasse und Biogas im ungarischen Landwirtschaftsektor bestehen.

 „Solche Probleme waren auch am Anfang, vor etwa 10 Jahren im Burgenland bekannt.“ Herr Ing. Werner Rauscher eee. hat erzählt, dass das Konzept einfach war: „Wir haben in Güssing, dem ärmsten Bezirk in Österreich, jährlich 10 Millionen Euro für die Energieimporte bezahlt. Wir mussten dieses Geld in der Region halten, was heute auch gelingt. Dafür haben wir EU-Förderungen bekommen. In 10 Jahren wurden dadurch 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und die Energieversorgung wurde abgesichert. Kein Erdgas und kein Erdöl. Die Einwohner haben es verstanden, und die Land- und Forstwirschaft wurde zur Energiewirtschaft umgestellt. Dadurch gibt es zur Zeit in Güssing auch eine Reihe von Forschungs- und Entwicklungsprojekte, das Modell der energieautarken Region ist schon seit Jahren weltbekannt und wurde mehrfach ausgezeichnet.“

 

Frau Maria Koch und Herr Robert Zauscher, der Projektingenieur der Biogasanlage Strem, Fa. Thöni Telfs, haben das System des Kraftwerks zur Erzeugung von Naturgas präsentiert. Es wurde klar, dass solche Betriebe in Zukunft auch in Ungarn eine wesentliche Rolle in der Umstellung auf regenerative Energiesysteme spielen können. Das Bestreben der Anwesenden war diese Botschaft auch umzusetzen. Am Nachmittag haben die Gäste im Rahmen einer Exkursion nach Strem die neue Biogasanlage besichtigt. Diese liefert die Heizwärme für den Ort und elektrischen Strom ins Netz.

 

Herr Ing. Stefan Reininger und Herr Dr. jur. Martin Binder, von der Raiffeisen Leasing, Wien haben über die Möglichkeiten der Finanzierung von solchen Projekten in Ungarn gesprochen. Auch sie haben zugesagt an diesem Projekt des Solarzentrums Pinkafeld „Biogas für Ungarn“ aktiv mitzuwirken.

Am Ende des Tages wurde von allen begrüßt, dass die nächste internationale Biogasveranstaltung vom Solarzentrum Pinkafeld in Szombathely im April 2006 stattfinden soll. Im Mittelpunkt werden die ungarischen Möglichkeiten der Biogasbranche und die Schaffung von förderwürdigen Einreichunterlagen zur Errichtung von BIOGASanlagen, stehen.. Österreichische und ungarische Vortagende werden den praktischen, technischen und finanziellen Weg zum Thema „Biogas in der Landwirtschaft” präsentieren.

 

Prof. Dipl.-Ing. Rudolf Jauschowetz hat sich zum Abschluß bei allen, die dieses Projekt unterstützen werden, bedankt und versprochen ein Symposium „Biogas für Ungarn” zu organisieren.

Weitere Informationen unter www.solarschule.at

 

Thöni: Sauberer Strom aus Strem

aus ökoenergie 60/2005


Bäuerliche Einkommenschance – Burgenländische Biogasanlagen zur ausschließlichen Vergärung von nachwachsenden Rohstoffen erfolgreich in Betrieb.
Die Erweiterung der Europäischen Union, strukturelle Umwälzungen in der Agrarproduktion und damit verbundene sinkende Preise für landwirtschaftliche Produkte bewegen zunehmend mehr Landwirte neue Einkommenschancen zu
erschließen.
Auch die südburgenländische Kleingemeinde Strem in der Region Güssing ist von diesen Umstrukturierungen massiv betroffen. Zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe mussten von Voll- auf Nebenerwerbsbetriebe umstellen. Im Klartext heißt das keine
Viehwirtschaft, ungenutzte Wiesen, prachliegende Ackerflächen und somit geringe Einkommenschancen.
Eine Entwicklung, der die Stremer nicht tatenlos zusehen wollten. Unter Initiative Ihres Bürgermeisters Werner Trinkl wurde eine thöni NATURGAS -Anlage realisiert, die ganz ohne Gülle und ausschließlich mit nachwachsenden Rohstoffen aus den
Feldern der Stremer Umgebung betrieben wird. „Angesichts der zunehmend schwierigen Situation in der Landwirtschaft, mussten wir für unsere Landwirte ein neues, wirtschaftlich interessantes Standbein schaffen. Diese Anlage ist nur die logische Antwort auf die schwierigen ökonomischen Bedingungen in unserer Region,“ betont der Bürgermeister die Bedeutung dieses Projektes für seine
Gemeinde.
In diesem Kraftwerk werden jährlich rund 10.000 to nachwachsende Rohstoffe, die von ca. 30 Bauern der Umgebung geliefert werden, zu 500 kW Strom und 600 kW Wärme pro Stunde verarbeitet. Der Strom geht direkt an das lokale Netz. Die Wärme wird in das Fernwärmenetz eingespeist und kommt damit auch den Stremer Haushalten zu Gute.
Mittlerweile kann die „Biogas Strem Errichtungs – und Betriebs GmbH & CoKG“ bereits auf einen erfolgreichen Betrieb ihrer Biogasanlage zurückblicken. „Wir haben eine sinnvolle Nutzung des Aufwuchses unserer Wiesen gesucht und das ist uns mit
dieser Biogasanlage zu 100 Prozent gelungen“, freut sich Betreiber und Miteigentümer Siegfried Legath.
Infos: Thöni Umwelt- und Energietechnik, A-6410 Telfs, Obermarktstraße 48,
Marketing: Maria Koch, Tel: 05262/69 03-503, Fax: 05262/69 03-8503, E-Mail: maria.koch@thoeni.com,
Internet: www.thoeni.com

 

 

"INSTITUT FÜR NATURNAHE LANDWIRTSCHAFT"

wurde zur Ausbildung von "Agro-Energetikern" in Ungarn errichtet.

                            

 

 

 
 

               

 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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