Energiespartipps

Der russische Bär hat uns im Jänner 2006 die Zähne gezeigt. Wir müssen erkennen, dass unser Europäisches Energiesystem politisch von den Durchleitungsländern abhängig ist. Wir sollen uns einem sicheren System zuwenden. So ein System muss die eigenen Energiequellen besser nutzen. Beispiele zeigen, dass energieautonome Gemeinden, wie Güssing, sich weder vor den Erdgas noch vor den Erdölpreisen fürchten müssen. Energiesysteme solcher Art bringen Beschäftigung und Versorgungssicherheit. Daher ist ein gutes Stromeinspeisegesetz, welches auch umfangreiche Investitionen wirtschaftlich vertretbar macht, die wichtigste Basis.
Die von VP und SP beschlossene Deckelung in der Ökostrom-Einspeiseverordnung vom November 2005 bewirkt jedoch genau das Gegenteil von dem, was für unser Land gut wäre. Außerdem verzerrt das neue Gesetz den Wettbewerb: Einerseits zwischen Betreibern von Anlagen, die 2004genehmigt waren und in den Genuss der Unterstützung kommen und jenen, die jetzt um die Förderung umfallen. Andererseits wird die Erneuerbare Energie wieder einmal gegenüber den importierten Energieträgern benachteiligt, weil diese über Jahrzehnte von der Politik sehr großzügig subventioniert wurden. So beispielsweise über die EURATOM oder den Pipelinebau.
Der entscheidende Vorteil bei der Nutzung Erneuerbarer Energie ist aber sicher, dass die Wertschöpfung im Land bleibt und damit unser Geld für die Energie nicht ins Ausland abwandert.
Jeder von uns kann diese Situation durch Energiesparen verbessern. Es liegt daher an Ihnen. Beachten Sie jedoch, dass fast niemand Investitionen tätigt, um Energie zu sparen, sondern fast jeder nur das Ziel hat, seine Energiekosten zu senken.

Wirklich Energie sparen kann man mit:
- wärmegedämmten Fassaden und Geschoßdecken
- dichten Fenstern und Türen
- Stoßlüften oder kontrollierter Wohnraumlüftung
- Raumtemperatur um einen Grad absenken, spart ca. 6% an Heizenergie
- Überheizung durch Thermostatventile vermeiden
- Heizkörper nicht verkleiden oder verstellen
- Vorhänge über Nacht vor die Fenster ziehen. Der Luftpolster zwischen Vorhang und Fenster 
  reduziert den Wärmeverlust.

Über all diese Maßnahmen gibt es im Rahmen der nächsten Solarstammtische genauere
Informationen für alle Häuselbauer, Haus-Sanierer, Planer, Architekten, Gewerbetreibende und für alle „die Energie verwenden“. Eintritt: Freie Spende!

Auf Wiedersehen bei den nächsten Solarstammtische in Pinkafeld: um 19 Uhr

 

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