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Anlässlich des Autofreien Tages fand am 21. September in Oberwart ein Informationsabend zum Thema Gasfahrzeuge statt. Dr. Binder-Krieglstein, Renewable Energies Consulting Initiator Prof. Dipl.-Ing. Rudolf JAUSCHOWETZ begrüßte über 120 Besucher, die sich auch über ausgestellte Serienfahrzeuge, die mit Bio- bzw. Erdgas betrieben werden können, informierten. Gasautos sind sauberere Autos Die EU forciert in Ihren Strategien Erdgas bzw. Biogas als alternativen Kraftstoff. Bis 2010 sollen 12%, bis 2020 sogar 18% des Kraftstoffverbrauchs mit Erdgas bzw. Biokraftstoffen abgedeckt werden. In Österreich ist der Treibstoff CNG, komprimiertes Erdgas (nicht Flüssiggas!), tatsächlich ein Zukunftsthema. Heute fahren weltweit über 5 Mio. Autos mit diesem Treibstoff, bei uns gerade mal etwas über 700. Durch den gestiegenen Erdölpreis und wegen der geringeren Emissionen bei der Verbrennung von Gas gegenüber Benzin oder Diesel propagieren vor allem die Erdgaskonzerne, wie OMV, Salzburg AG und auch die BEGAS Gas als Treibstoff. Und auch die Landwirtschaftskammer wegen der bäuerlichen Biogasproduktion und der heimischen Wertschöpfung. Biogas ist CO2-neutral und somit völlig klimafreundlich. Bisher existieren in Österreich 48 Erdgas-Tankstellen. 2010 sollen es ca. 200 Gastankstellen sein. Ein Gasbetriebener Benzinmotor stößt weniger CO2, Feinstaub, Ruß und SO2 aus. Gegenüber Dieselfahrzeugen spart der Erdgasautofahrer derzeit bis zu 30%, gegenüber Benzinfahrzeugen sogar bis zu 50% an Treibstoffkosten. Die Anschaffungskosten sind je nach Fahrzeugtyp gleich oder um bis zu 3.000 Euro höher. Demnach amortisiert sich das Fahren mit Erdgas mitunter erst bei hohen Jahreskilometern. Nicht zu vernachlässigen ist daher die Möglichkeit, hoffentlich schon bald mit Biogas bzw. Bio-CNG umweltfreundlich fahren zu können. Sollte einmal keine Gaszapfsäule in der Nähe sein, fahren die Autos mit Benzin aus dem kleineren Reservetank bis zur nächsten Zapfstelle weiter.
Es ist also möglich Biogas in Erdgas-Qualität (= Methananteil von 97 %) zu erzeugen und damit zu fahren. Reine Biogas-Tankstellen sind noch nicht in Betrieb. Heimische Energiekonzerne wollen möglichst bald ein Mischprodukt namens „Bio-CNG“ (= 20% Biogas, 80% Erdgas) anbieten und setzen sich für gesetzliche Begünstigungen ein. Bei weiter steigenden Ölpreisen könnte das Gemisch 50 % zu 50 % lauten, skizzierte die OMV. Autofahrer werden daher künftig für ihr Gasauto Erdgas, Bio-CNG oder reines Biogas wählen können. Einen Diesel mit 20 % Biodiesel-Anteil wird frühestens mittelfristig am Markt angeboten werden. Insofern ist die Bio-CNG-Variante ein deutlich weitergehender Schritt in Richtung Ökologisierung der Mobilität als die Biodieselbeimischung. Biomassewerk Oberwart soll synthetischen Kraftstoff ab 2008 liefern, Spatenstich 6. Oktober 06 Ebenfalls vorgestellt wurde ein innovatives Projekt, das - ähnlich dem von Güssing – regional erzeugte Treibstoffe ab 2007 liefern wird. Holz wird in Holzgas verwandelt, sowie möglicherweise auch in flüssigen Biotreibstoff. Mit dem Spatenstich für das Biomassewerk am 6. Oktober nimmt eine Treibstoffautonomie der Region Oberwart ihren Anfang. Später einmal wird das ein legendärer Akt genannt werden, dem in wenigen Jahrzehnten eine vollkommene Treibstoffautonomie Österreichs folgen könnte. (Anmerkung: Ende 2007 wird Holzgas in einem Gasmotor in Strom und Wärme umgewandelt. 2008 soll ein Teil des Biogases auf Erdgas-Qualität gereinigt ins Gasnetz der BEGAS eingespeist werden. Die politischen Bestrebungen, Österreich bei Strom, Wärme und Mobilität zu 100 % energieautonom zu machen, waren an diesem Informationsabend zwei Referate von Ing. Werner Rauscher, Güssing, und Dr. Fritz Binder-Krieglstein, Wien, (abrufbar unter der Homepagerubrik „Fachartikel“), gewidmet. Ansporn für rasche Aktivitäten in diese Richtung boten die neuesten Daten von der Klimaerwärmung, von der leider der Alpenraum im weltweiten Vergleich besonders stark betroffen ist. 1. Gastankstelle im Burgenland noch 2007? Die interessante Nachricht für die unmittelbare Zukunft kam von Seiten der BEGAS/OMV. Gemeinsam ist die Errichtung von bis zu 5 Gas-Tankmöglichkeiten im Burgenland bis Ende 2007 geplant. Potentielle Standorte sind Oberwart, Oberpullendorf, Mattersburg, Eisenstadt und der Raum Neusiedl/Parndorf. In Pinkafeld und an der S4-Raststation (Pöttsching) plant die Salzburg AG die Errichtung einer Gastankstelle. Ab wann man dort „Bio-CNG“ tanken wird können, war am Infoabend noch nicht geklärt. Weitere Infos unter www.erdgasautos.at |